Katatrophe Fukuhshima

Fukushima

Eine Chronik zum Scrollen

Gebäude Atomkraftwerk Fukushima Daiichi

Anfang

Die ersten 5 Tage.

Fukushima ist der größte GAU der Geschichte. Mehr als 600 Menschen fallen der Katastrophe unmittelbar zum Opfer - 10.000 Tote werden langfristig erwartet. Schon vorher diskutierten Experten die Sicherheitsrisiken von Fukushima I, dem ältesten Atomkraftwerk Japans.

Seismische Aktivität von Seismographen aufgezeichnet

11. März 2011

Die Katastrophe beginnt.

Das bisher stärkste Erdbeben Japans löst vor der Küste einen Tsunami aus. Die Atomanlage Fukushima I wird überspült und beschädigt. Strom und Kühlung fallen aus, der atomare Notfall wird ausgerufen.

Aufgewühltes Meer

12. März 2011

Das Meer soll helfen.

Die Notstromaggregate und Kühlsysteme versagen. Block 1 wird von einer Explosion erschüttert, Teile des Gebäudes stürzen ein. Verzweifelt wird versucht, die Kernbrennstäbe aus der Luft mit Meerwasser zu kühlen.

Krankenhaus verlassen ohne Menschen

12. März 2011

Tragödie in Ōkuma.

Die Regierung evakuiert jetzt in einem Umkreis von 20 Kilometern. In Ōkuma mussten dabei 90 bettlägerige Patienten zurückgelassen werden. Eine Evakuierung drei Tage später kommt für 50 von ihnen zu spät.

USS Ronald Reagan

13. März 2011

Die radioaktive Wolke.

Im Pazifik wird der Flugzeugträger USS Ronald Reagan radioaktiv kontaminiert, 70 der 5000 Matrosen erkranken bis 2014 an Krebs und anderen Leiden. Unterdessen geht die japanische Regierung von einer Kernschmelze in Block 3 aus.

14. März 2011

Stromausfälle in Japan.

Explosionen erschüttern die Blöcke 2 und 3 von Fukushima I. Experten warnen vor der dreifachen Kernschmelze. Betreiber Tepco möchte das Kraftwerk aufgeben, doch die Regierung lehnt ab.

Grafiti an Hauswand

15. März 2011

Neue Strahlenrekorde.

Bis auf die „Fukushima 50“ evakuiert Betreiber Tepco alle Mitarbeiter. Sie werden ersetzt von Tokioter Feuerwehrleuten, die trotz der enormen Strahlenbelastung zum Einsatz gezwungen werden.

Die Folgen für die Menschen

Langzeitfolgen unbekannt.

Geschätzte 10.000 Todesopfer, 25.000 Arbeiter, die einer überhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt waren, 170.000 dauerhaft evakuierte Menschen – das ist die furchtbare Bilanz von Fukushima.

Die Folgen für die Umwelt

Tausende Tiere verenden.

Bei der Evakuierung zurückgelassen, verendeten hunderttausende Tiere in ihren Ställen. Im April werden rund 10.000 Tonnen radioaktives Abwasser ins Meer gepumpt. Nach Experten wird Landwirtschaft in den Gebieten um Fukushima auf Jahrzehnte unmöglich sein.

Windkraftanlagen in Deutschland

Das wollen wir Grüne

Grüne Energie für MV.

Für uns Grüne in Mecklenburg-Vorpommern steht fest: Atomkraft ist eine unberechenbare Risikotechnologie. Das zeigen die jüngst bekannt gewordenen Störfälle im französischen Atomkraftwerk Fessenheim und die nicht bestandenen Sicherheitstests des belgischen Kraftwerks Doel. Deshalb wird Deutschland bis 2022 aus der Atomkraft aussteigen. Doch dies ist nur ein Schritt auf dem Weg zum Ende der Atomkraft und für einen grundlegenden Umbau unserer Energieversorgung.

Die Suche nach einem Endlager radioaktiver Abfälle für die nächsten Millionen Jahre wird uns noch über Jahrzehnte beschäftigen. Mit Wind- und Sonnenkraft, Bus und Bahn sowie fahrradfreundlichen Städten wollen wir schon heute M-V fit für die Zukunft machen.

Am 4. September Zweitstimme Grün.

Für eine Energiewende bei der alle gewinnen!